Zum Tode von Artur Kary:

Nachruf


Artur Kary bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

Schlechte Nachrichten aus Gerstetten. Unser Freund Artur P. Kary ist am vergangenen Dienstag in seinem Haus im Alter von 73 Jahren verstorben. 47 Jahre lang gehörte er der SPD als Mitglied an.

Artur Kary wird am Freitag, 1. Juni 2018 um 15:30 Uhr
auf dem Waldfriedhof, Karlstr. 121, in Gerstetten bestattet.

 

 

Kary, von Haus aus Lehrer, kam Ende sechziger Jahre nach Gerstetten und fühlte sich bald heimisch, was auch daran lag, dass er schnell in seiner Gemeinde Fuß fasste. Er engagierte sich in zahlreichen Vereinen, vor allem bei den Jägern und in der Kommunalpolitik. Nachdem es nach seinem Zuzug nach Gerstetten keinen Ortsverein der SPD in Gerstetten gab, gehörte Artur Kary zu den Gründern des SPD-Ortsvereins.

Als er 2013 nach fast 33 Jahren aus dem Gerstettener Gemeinderat ausschied, aus gesundheitlichen Gründen, konnte er auf eine lange Liste von Erfolgen zurückblicken. Sehr am Herzen lag ihm die Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Cébazat, Kary war von 1991 bis 2006 Vorsitzender des Partnerschaftskommitees.

Von 1973 bis 2004 gehörte Artur Kary auch dem Heidenheimer Kreistag an. Zeitweilig führte der die SPD-Kreistagsfraktion. Einen Namen machte er sich in den Bereichen Ökologie, als dieser Begriff noch gar nicht verwendet wurde und im harten Arbeitsfeld der Abfallwirtschaft. Als in den achtziger Jahren eine Müllverbrennungsanlage im Landkreis Heidenheim geplant war, suchte Artur Kary nach Lösungen, indem er nicht, wie zahlreiche andere einfach die Verbrennungsanlage ablehnte, sondern indem er Alternativen zur Müllverbrennung bzw. zur Abfallentsorgung eruierte. Die Lösung ergab sich in der Kooperation mit der Müllverbrennungsanlage in Ulm-Donautal. Die Müllverbrennungsanlage im Waibertal wurde nicht gebaut.

Weitere harte kommunalpolitische Kost nahm Kary beim Regionalverband Ostwürttemberg zu sich. Dort war er ein Mann der ersten Stunde, nach der Kommunalreform und der Gründung der Region Ostwürttemberg. Für seine ehrenamtlichen Verdienste wurde er unter anderem mit der Ehrennadel des Gemeindetages in Gold ausgezeichnet.

Der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Stoch sprach der Familie von Artur Kary das Beileid der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus: „Wir verlieren einen fleißigen, kompetenten Mitstreiter und einen guten Freund.“

 

Homepage SPD Kreisverband Heidenheim

 

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