Zum Tod von Peter Hund

Nachruf


Peter Hund beim Festakt zu seinem 50. Parteijubiläum 2019

 

Die bittere Nachricht hat auch uns erreicht. Peter Hund, der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete, ist im Alter von 78 Jahren verstorben.

Über Peter Hund gibt es viele Attribute, die man auf ihn anwenden kann. Sozialversicherungsfachmann, politischer Profi, Weltreisender wären ein paar, die einem einfallen. Was auch noch dazu gehört ist sein trockener Humor, seine nette Art, wie er sich mit Menschen unterhalten hat, ein Königsbronner durch und durch.

 

 

Peter Hund hat das politische Handwerk von der Pike erlernt. Im SPD-Ortsverein Königsbronn, vor Ort bei den Menschen. Vor 52 Jahren, im Jahr 1969, Willy Brandt war gerade Bundeskanzler geworden, trat er der SPD bei. Schnell wurde man auf den jungen Mann aufmerksam. Die Königsbronner wählten ihn in den Gemeinderat, später auch in den Kreistag, dem er 20 Jahre lang angehörte. Als der SPD-Landtagsabgeordente Siegfried Pommerenke 1982 zum Vorsitzenden des DGB-Baden-Württemberg gewählt worden war, schlug die Stunde von Peter Hund. Er war der Ersatzbewerber von Pommerenke und rückte in den Landtag von Baden-Württemberg nach. Dort arbeitete Peter Hund 14 Jahre lang sehr erfolgreich. Es gelang ihm durch seine nette Art, seinen großen sozialpolitischen Fachkenntnisse und durch seine überragenden Fähigkeiten im Tischtennis sich schnell einen Namen, auch außerhalb der SPD-Landtagsfraktion, zu machen. Der politische Gegner merkte schnell, dass er auch alle Witze über seinen Nachnamen schon kannte, im Gegenteil, seine Schlagfertigkeit war legendär. Seine große Leidenschaft waren Reisen in die ganze Welt. Es gab kaum ein Land, über das er nichts zu berichten wusste. Sehr oft waren es keine Geschichten, die in einem Reiseführer zu finden wären. Es waren Erzählungen von Land und Leuten, diese haben ihn interessiert.

Peter Hund war sich nie zu schade auch Aufgaben zu übernehmen, die sehr anstrengend und mit wenig öffentlichem Lob verbunden waren. In der Sozialdemokratie fand er eine politische Heimat, auch deshalb hat die Nachricht seines Todes große Bestürzung vor Ort ausgelöst. Peter Hund hat sich nicht in den Vordergrund gedrängt, wenn jedoch eine Aufgabe auf ihn zugelaufen war, dann hat er sie angenommen und ausgefüllt.

Die SPD in Königsbronn und im Landkreis Heidenheim gedenkt ihm mit großer Dankbarkeit. Für all die Jahre, die er für die Allgemeinheit gearbeitet hat, für die Wertschätzung, die er jedem entgegengebracht hat und für die vielen schönen Augenblicke, die man mit ihm, auch in Zukunft, verbinden wird.

 

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