Stadtbibliothek und Naturtheater in Heidenheim

AG 60plus

Die AG-60plus vor der Stadtbibiothek in Heidenheim

Höhepunkte eines Tagesausflugs der SPD-Senioren Ostwürttembergs

 

Am 10. Juli besuchte die 60+AG der SPD im Ostalbkreis auf Einladung der SPD-Senioren Heidenheims ganztägig diese bedeutende Stadt Ostwürttembergs.

 

23 Teilnehmer fanden sich auf dem Willy-Brandt-Platz ein, dem Zugang zu einem monumentalen 110 m langen hohen Gebäude mit drei Stockwerken, sehr ungewöhnlich für eine Stadtbibliothek einer mittelgroßen Stadt. Dieser von dem Schweizer Architekten Max Dudler geplante und im November 17 fertig gestellte riesige Gebäudekomplex im Stadtzentrum überzeugt nach außen durch die abwechslungsreich gegliederte Fassade und den warmen Farbton der Ziegelmauern in einer Umgebung. Margit Gerstmayr empfing die Besucher und führte sie in einem beeindruckenden offenen Gespräch durch alle Etagen und viele große und kleineren Räume ganz unterschiedlicher Nutzung. Besonders überzeugend wirkte die Kundenfreundlichkeit für alle Benutzer, seien es Kinder, Schüler mit Lern- und Arbeitsbedürfnissen, Lese- und Filmfreunde, Menschen mit vielfältig kreativen oder Medieninteressen. Für Ausleihe und Rückgabe der zahlreichen Medien und sogar Grafiken gibt es computergesteuerte einfach verständliche Terminals, wo man Ausleihe wie Rückgabe ohne die Hilfe eines Bibliothekars selbst vornehmen kann. Eine solche Station an der Außenwand steht sogar rund um die Uhr für Rückgaben bereit. Zurecht betonte die Referentin, dass das nachhaltige, moderne, zukunftsoffene Angebot der Heidenheimer Stadtbbliothek ein „Leuchtturmprojekt ist - wie in keiner Stadt vergleichbarer Größe vorhanden.“ Den Besuchern fiel aber auf, wie wenig Personal in diesem städtebaulichen Juwel zu sehen ist. Auf Fragen gab Frau Gerstmayr an, dass es insgesamt 11 Vollarbeitsstellen mit 17 Mitarbeitern gibt und in jeder Öffnungsstunde 5 Bibliothekare anwesend sind. Den SPD – Senioren kam dies viel zu wenig vor, ein Sparen am falschen Fleck, nachdem das Gebäude 18,5 Millionen kostete. Allein im letzten Monat Juni kamen 23000 Nutzer mit wachsender Tendenz – auch dieser Ansturm auf ein großartiges kulturelles Angebot verlange nach mehr Personal, so der Besucherkommentar.

 

Nach einem Mittagessen im Eugen-Loderer-Altenzentrum der AWO gings zum Naturtheater auf dem Schlossberg. Dort begrüßte der 1. Vors. des Trägervereins, Norbert Pfisterer die Besucher und führte sie von der Theaterklause durch alle Kulissen hinter der Bühne. 560 Mitglieder des Trägervereins bzw. des durch Spenden zuarbeitenden Fördervereins machten den Betrieb möglich, erklärte der 1. Vors. mit Stolz. Der Regelfall sei die ehrenamtliche Mitarbeit von Regisseuren, Schauspielern, Technikern, Schneiderinnen und vielen anderen Helfern, auch Migranten und vielen Jugendlichen. Dabei stellten die Besucher der Theaterstücke oft mit Erstaunen fest, dass das schauspielerische Niveau Profibühnen nicht nachstehe. “Wir sind der Kulturträger der Stadt, machen Kultur fürs Volk“, fasste er zusammen.“ Die SPD-Senioren gingen durch den Kostümfundus mit 5000 Kostümen, die großen Lager für Schuhe und Requisiten, die Schneiderei, das Stofflager, den Techniklagerraum und viele andere Arbeitsstätten. Herr Pfisterer kommentierte: „Wir haben hier alles, was es oft woanders nicht gibt.“ .

Am Schluss standen die Besucher auf der Bühne zum Gruppenbild und gingen durch die überdachten 1100 Plätze der Theaterbesucher. Jeder war erstaunt und begeistert vom Gesehenen. Herr Pfisterer verabschiedete sich mit den Worten: „Sie sehen das Naturtheater jetzt aus ganz neuem Blickwinkel, ich hoffe, Sie wiederzusehen“. Die 1. Vors. der SPD-Senioren Marga Elser bedankte sich für die umfangreichen Erkenntnisse, fügte hinzu: „Ich gehe seit Jahren begeistert zu Ihren Aufführungen“. Sehr viele sagten spontan zu, dies ebenfalls zu tun, zusätzlich die Kinderstücke mit ihren Enkeln zu besuchen. Es folgte noch ein Blick vom Schloss über die ganze Stadt.

 

Karl-Hermann Koschorreck, Schwäbisch Gmünd

 

 

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